Es gibt keine Randsportarten!

„Es gibt keine Randsportarten“ – eine Aussage einer Weltmeisterin, in einer von den Medien nicht so beobachteten Sportart, die mich zum Nachdenken gebracht hat. Im Sommer durfte ich auf einer Veranstaltung die wahrscheinlich erfolgreichste burgenländische Sportlerin – Kickboxweltmeisterin Nicole Trimmel – persönlich kennenlernen. Da unser Gespräch so interessant war, haben wir es im Herbst fortgesetzt.

Mein Interesse galt vor allem ihrem  Werdegang, da ich ganz neue Ansätze für Sportsponsoring und Athletenmanagement verfolge. Deswegen interessierte es mich wie man sich bei professionellem Training in vermeintlichen Randsportarten am Leben erhalten kann und wie sehr es hindert neben Training und Wettkämpfen auch noch einem “normalen” Beruf nachzugehen. Nicole Trimmel erklärte mir als erstes, dass es keine Randsportarten gibt. Was heißt das eigentlich – Randsportart? Es gibt vielleicht Sportarten, die von den Medien ausgelassen werden bzw. von denen nur wenig berichtet wird und die so kaum auf der großen öffentlichen Bühne vertreten sind. Aber der Sport und die Athleten sind genauso zu betrachten wie bei den großen Volkssportarten, wie Skifahren oder Fußball. Vielleicht ist es manchmal sogar noch härter, da es weniger geschützte Bereiche gibt und kaum Beachtung – man muss vielleicht einmal mit einer Verletzung arbeiten gehen, sich für Wettkämpfe den Urlaub ansparen.

Die geringe Beachtung liegt auch daran, dass wir in vielen Sportarten – vor allem bei den Journalisten – keine Experten haben und da sind wir schon bei einem meiner Ansätze.

Fans beschäftigen sich zu meist sehr intensiv mit ihrem Idol und werden dadurch oft zu Fachleuten. Sie  können Ihre Begeisterung auch sehr überzeugend weitergeben und tun das gerne und freiwillig. Deshalb bin ich der Meinung, dass man sich als Sportler wirklich aktiv um (s)eine Fangemeinde kümmern und sie involvieren muss. Die Stories rund um den Sport und vor allem um den Menschen, der hinter dem Sportler steht sollten sichtbar gemacht werden. Das heißt: Mache die Menschen, die rund um dich sind und die dich bereits schätzen, zu echten Fans und versuche die Anzahl derer, die zu dir halten und dich unterstützen zu steigern.

Das ist der “Community Management” oder wenn Sie so wollen “Grassroots” Ansatz den ich in meiner Arbeit nutze. So kann auch ein Sportler schon vor den ganz großen Erfolgen und ohne die große Presse, die Aufmerksamkeit gewinnen, die ihm zusteht und gleichzeitig auch Sponsoren finden. Diese sollten jedoch auch selbst wissen, dass es mit einem Logo nicht getan ist. Eine reine Logoplatzierung bringt weder Sportler noch Unternehmen etwas. Sportsponsoring ist eben kein Mäzentum, sondern eine geschäftliche Beziehung zwischen Sportler und Sponsor. Das Image des Sportlers gilt es dabei in den Kommunikationskanälen des Unternehmens zu nutzen. Richtig gemacht, funktioniert das auch für kleinere Unternehmen und Sportarten, die in den klassischen Medien nicht so beobachtet werden.

Mit unterschiedlichen Tools, aber vor allem mit Sozialen Medien wie Facebook, Instagram oder YouTube haben Sportler die Möglichkeiten selbst als Medienmacher aufzutreten und Sponsoren von sich zu überzeugen. Und das müssen sie auch aktiv tun, unternehmerisch denken – dafür und in Soft Skills, wie zum Beispiel Kommunikations- und Teamfähigkeiten müssen sie und ihr Umfeld ausgebildet werden. Das ist mein Denken für Athletenmanagement: Die Ausbildung der Sportler, sodass sie sicher im Auftreten werden, was zu sagen haben und Sponsoren überzeugen können. Nur dann können Sie auch wirklich etwas für ihre Sponsoren leisten, denn das gehört einfach dazu. Nur für ein Logo auf der Brust, zahlt heute keiner mehr.

Nicole Trimmel hat das anscheinend von Beginn an verstanden, vielleicht verstehen müssen. Sie musste sich immer alles selbst organisieren, selbst finanzieren, sie war von Anfang an eine “Ich” Company. So hat sie aber auch Partner aus der Privatwirtschaft gewinnen können. Sie hat sich immer persönlich um ihre Communities und Fans gekümmert, wobei sie das was sie über Presse- und Sponsorenmappe gelernt hatte über Board schmeißen musste, um erfolgreich zu sein. Keine Company sponsert aufgrund nett zusammengestellter Bilder und Texte. Es geht immer um das persönliche Image und dazu muss man persönliche Beziehungen aufbauen und dieses Image leben.

Nicole Trimmel, die vor kurzer Zeit mit ihrem Event “One Last Fight” ihre Karriere mit einem echten Highlight  beendet hat, hat mich noch mehr davon überzeugt, dass ich begonnen habe mit Sportlern zu arbeiten. Ich bin davon überzeugt, dass sie nun auch in ihrer Karriere nach dem Spitzensport erfolgreich sein wird.

Auch auf diesem Weg wünsche ich dir alle Gute Nicole!

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