Der Unterschied zwischen Newsletter und E-Mail Marketing

In meinem Artikel Wie funktioniert E-Mail Marketing – Teil 1 bin ich recht schnell eingestiegen und habe gesagt, dass ich bewusst nicht den Ausdruck „Newsletter“ verwende, was zu Fragen geführt hat, was eigentlich der Unterschied zwischen Newsletter und E-Mail Marketing ist. Das erkläre ich nun heute.

Zum Newsletter

Ein Newsletter ist der Versand eines bestimmten E-Mails an einen Verteiler, egal ob regelmäßig oder unregelmäßig. Der Newsletter beinhaltet oft Produktangebote, Neuheiten aus einem Blog, es wird nur selten oder gar nicht unterschieden an wen das Mailing geht. Nach dem Versand ist die Aktion beendet, man erhofft sich Klicks auf die Links im Newsletter oder eine direkte Conversion – also zum Beispiel einen Kauf bei einem Produktangebot. Im Normalfall erwartet man bei einem Newsletter keine Antwort auf das Mail – der Newsletter ist also wie ein Directmailing per Post.
Was man hier – und oft auch sonst- gerne vergisst, E-Mail ist ein Kommunikationstool. Dort setzt nun das E-Mail Marketing an.

Zum E-Mail Marketing

Das E-Mail Marketing ist ein viel mächtigeres Werkzeug. Hier geht es meist um eine Folge von E-Mails, die auch an unterschiedliche Adressen gesandt werden. Es werden Ziele des E-Mails definiert und man versucht diese, über einen zeitlichen Ablauf oder noch besser über die Handlungen die der Empfänger bei Erhalt des E-Mails durchführt, zu steuern.
Beim E-Mail Marketing fordere ich den Empfänger meist direkt zu einer Handlung auf, im besten Fall möchte ich, dass er antwortet. Ebenso nutzt man die herbeigeführten Handlungen des Empfängers um eine weitere Aktion im E-Mail Marketing auszulösen. Je nachdem wie viele Adressaten es betrifft, geschieht das manuell oder automatisiert.

Beispiele für E-Mail Marketing und Follow Up Mails

Eine mögliche Folge könnte sein – klickt der Empfänger auf einen Link im E-Mail, wird ihm nach ein paar Tagen die ”Nachricht X” nachgeschickt. Öffnet er das Mail und klickt jedoch nicht, wird ihm die “Nachricht Y” geschickt. Oder auch: klickt er, wird er in den E-Mail Listen mit einem bestimmten Wert markiert oder allenfalls in eine andere Liste verschoben.

Das Ziel dabei ist meist mehr Daten vom Empfänger zu erhalten und eine Kommunikation zu starten. E-Mails oder Bedingungen, die eine Aktion auslösen, nennt man auch Trigger. Ein Trigger könnte zum Beispiel der Geburtstag eines Abonnenten sein, der dann eine Geburtstagsnachricht auslöst.
Es ist wenig erstaunlich, dass E-Mails, die auf diese Art und Weise verschickt werden, eine wesentlich höhere Öffnungs- und Klickrate haben. Der Empfänger wurde dabei viel besser und genauer ausgesucht, beschäftigt sich bereits mit dem Thema, vor allem wenn man vorher genau überlegt hat, wen man warum anschreibt. Ich habe so schon Öffnungsraten von 70-80% und über 25% Klickrate erzielt. Das wäre mit einem Newsletter praktisch nicht möglich.

Beispiele für Trigger E-Mail Aktionen:

  • Erstes Mail: Anreiz zu einem Thema – FollowUP Mails, wenn der Empfänger reagiert.
  • Umfragen: mit Erinnerungen.
  • Begrüßungsmailserie für neue Abonnenten.
  • Social Proof Mails: Nach Kauf eines Produktes auffordern zu bewerten. Geschieht dies – für die Bewertung bedanken oder auch bestimmtes Goodie nachschicken.

Es geht immer darum “Service zu bieten”, Vertrauen aufzubauen und Engagement zu schaffen. Das verstärkt einfach die Bindung.
Der Unterschied zwischen Newsletter und E-Mail Marketing ist in den meisten Fällen auch im Design ersichtlich. Während der Newsletter oft das gleiche Design hat, immer in der gleichen Form geschickt wird, mit Bildern, Logo, etc. wird beim E-Mail Marketing das Mail so verschickt, als wäre es ein ganz normales E-Mail direkt an diese Person, was es ja in Wirklichkeit ist!

Ich wurde unlängst von einer Kundin angesprochen – die ich genau durch solche E-Mails gewonnen habe – “Ich weiß ja, dass du das Mail nicht nur an mich verschickt hast, aber ich fühlte mich ganz persönlich gemeint. Wie machst du das?” Nun, das war genau die richtige Frage und auch gleichzeitig die Antwort warum es funktioniert.

Was aber klar ist: Der Aufwand einer E-Mail Marketing Aktion ist natürlich höher und erfordert bei Automatisierung auch ein besseres E-Mail Tool. E-Mail Marketing ist dafür wesentlich erfolgreicher als einfache Newsletter. Eine Möglichkeit, die bei vielen Unternehmen mittlerweile üblich ist, ist die gleichzeitige Nutzung von zum Beispiel monatlichen Newslettern und E-Mail Marketing Aktionen. Dabei kann man die möglichen Reaktionen auf den Newsletter auch gut nutzen, um E-Mail Listen zu segmentieren und darauf aufbauend eine E-Mail Marketing Aktion zu starten.

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