Fans oder Fanbewegung?
Kümmere dich um deine Fans!

In den letzten Tagen wurde ich gefragt, warum ich immer predige “Kümmere dich um deine Fans” und dann mehr oder weniger sage, dass man sich als Unternehmen nicht wirklich eine Fanbewegung wünscht (Artikel: Grassroots richtig einsetzen!). Ist das nicht ein Widerspruch? Nein, ist es nicht!

Ich beschäftige mich mit dem Thema Fans seit meiner frühesten Jugend. Ich selbst wollte immer ein cooler Fan sein. Seit gut 40 Jahren diskutiere ich immer wieder, was eigentlich ein Fan ist. Was ist ein “richtiger Fan” oder “wahrer Fan” – gibt es die wirklich? Die größten Experten und die treuesten Fans haben hier verschiedene Ansichten und man kommt in dieser Diskussion kaum auf einen grünen Zweig.

Nichtsdestotrotz fordere ich immer – egal ob Sportler, Unternehmen oder Organisation: “Kümmert euch um eure Fans”. Und das meine ich auch so. Denn Fans hat jeder und ebenso kann jeder diese Fans für sich und seine Sache einsetzen. Die Bindungen zu den Fans sind wichtig, man kann die Unterstützung auch noch mehr steigern und dieses Potential sehe ich für Unternehmen ebenso.

Jetzt gibt es da den anderen Ansatz und zwar die Inszenierung einer Bewegung. Das ist was anderes, funktioniert auch, aber ist nicht wirklich das was ich unter Fan verstehe. Bei einer Bewegung geht es um die Bewegung selbst, sie ist künstlich aufgebaut. Es werden Emotionen verstärkt und aufgeladen.

Ein Fan liebt Sie, Ihr Unternehmen so wie Sie sind. Er steht zu Ihnen in guten und schlechten Zeiten, schätzt Sie und verteidigt Sie für Ihre Schwächen. Bei einem Unternehmen könnte das etwa so klingen: “Die sind zwar sauteuer, aber absolut verlässlich”. Auf diese Leute können Sie zählen und Sie sollten sich um sie kümmern. Das sind Botschafter und Unterstützer, die mit keinem Geld bezahlbar sind.

Fans

Nun kann ich eben auch eine “Fan”bewegung oder Grassrootsbewegung inszenieren. Das funktioniert und ist auch äußerst erfolgreich, je nachdem welche Ziele man damit verfolgt. Eine Bewegung gehört aber ständig gefüttert und die Gefahr der Selbstverwirklichung der Bewegung steht ständig im Raum. Es hat dann oft mit dem eigentlichen Ziel nicht mehr viel zu tun.

Einem Fan ist wichtig was mit seiner Leidenschaft passiert. Eine Bewegung funktioniert oft auch ohne diese Leidenschaft und Begeisterung für etwas bzw. wird die Begeisterung in Aktionismus der Bewegung gesehen. Daher sehe ich den Einsatz von Grassroots Movements als Basisbewegungen in zum Beispiel politischen Zusammenhängen oder in Kampagnen enorm gewinnbringend, bei externer Unternehmenskommunikation muss man zumindest vorsichtiger sein.

Es gibt für mich also einen großen Unterschied zwischen Fan an sich und Fanbewegung. Wenn Sie so wollen ist das Wort Fanbewegung für mich schon ein Widerspruch in sich selbst.

Kümmern Sie sich um Ihre Fans!

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