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Community Management ist vor allem auch Motivation

veröffentlicht von Gerry Richter am 16. Juli 2018

Sprechen wir von Community Management, dann geht es auch sehr oft um Motivation. Im gegenseitigen Miteinander sind wir ständig damit konfrontiert, von jemanden anderen etwas zu wollen und ihn oder sie zum Handeln aufzufordern.

Eine Trainerin motiviert ihre Spielerinnen
Eine Trainerin motiviert ihre Spielerinnen

Wir wollen zum Beispiel jemanden zu einem Kauf anregen, dass er sich für ein Projekt engagiert oder wir bitten jemanden uns zu helfen, uns zu unterstützen. In der Personalführung müssen Sie zum Beispiel Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter laufend motivieren. Um das Engagement in einem Verein zu erhöhen geht es auch um Motivation und letztendlich wollen wir in sozialen Medien, dass die User mit uns interagieren, unsere Posts kommentieren. Dazu müssen wir Sie motivieren.

Um das zu können hilft es, wenn man sich ein wenig mit den Grundlagen der Motivation beschäftigt und die Anreize der Menschen kennt. Diese sind sehr individuell und im Prinzip für jeden Menschen anders, sind aber immer wieder auf die zwei Grundarten der Motivation zurückzuführen: Intrinsische und Extrinsische Motivation.

Es geht um Handlungen

Menschen zeigen Verhalten. Dieses Verhalten hat von sich aus Ergebnisse, die Verhaltensergebnisse. Zusätzlich zu diesen Ergebnissen können noch Konsequenzen für die Ergebnisse und das Verhalten gesetzt werden.

Grundlagen der Motivation
Grundlagen der Motivation

Intrinsische Motivation

Intrinsische Motivation bedeutet viel Freude. Das Verhalten selbst ist der Antrieb und wir machen das was wir machen gerne. Wir fahren zum Beispiel mit dem Fahrrad nicht von Ort A nach B um dort anzukommen, sondern haben Freude am Fahrradfahren selbst. Die Motivation wird aus der Tätigkeit selbst gewonnen. Das ist auch der große Vorteil der intrinsischen Motivation – sie ist dadurch nachhaltig. Wenn man etwas gerne macht, dann wird man es immer und immer wieder machen. Die Gefahr dabei ist, dass das Ziel aus den Augen verloren wird, weil das Verhalten selbst ja so viel Spaß macht.

Erich Artner
Versehrtensportler Erich Artner liebt es sich zu bewegen!

Extrinische Motivation

Extrinsische Motivation bezeichnet die Motivation aus Anreizen von außen, das können Verhaltensergebnisse und/oder die Konsequenzen aus den Verhaltensergebnissen sein. Uns fällt als Erstes dazu das Gehalt für unsere Arbeit ein. Aber auch Wertschätzung, Lob und Anerkennung sind extrinsische Faktoren, die sogar meist stärker sind als monitäre Anreize.

Ein typisches Verhaltensergebnis aus einer Tätigkeit ist zum Beispiel ein Produkt fertigzustellen oder ein Projekt abzuschließen. Die Konsequenz daraus kann sein, dass man Anerkennung erhält, dass man eine Lohnerhöhung bekommt oder negativ formuliert, dass man nicht gekündigt wird.
Im Sport könnte ein Verhaltensergebnis sein, dass man einen Wettbewerb gewinnt oder einfach ins Ziel kommt, die Konsequenz kann wiederum Anerkennung, Aufstieg in eine höhere Klasse oder sogar ein Geldpreis sein.

Die extrinsische Motivation kann durchaus als Pullfaktor dienen, wenn die intrinsische Motivation nicht oder nur wenig vorhanden ist. Stellen Sie sich einen Arbeiter vor, der seine Arbeit nicht gerne macht, keinen Spaß daran hat, aber dafür gutes Gehalt erhält. Er wird seine Arbeit erledigen. Richtig glücklich wird er aber dabei nie werden.

Welche Motivation ist nun stärker oder besser?

Sollten Sie jetzt in der Situation sein, dass Sie andere Menschen motivieren müssen – und das sind Sie(!) – stellt sich die Frage wie Sie das am Besten tun, welche Art von Motivation sie am Besten ansprechen. Pauschal kann man das nicht so leicht beantworten, da es immer um eine Wechselbeziehung geht und es für jeden Einzelnen anders ist.

Sprechen wir davon langfristig Beziehungen wachsen zu lassen, wie es im Community Management sinnvoll ist. Wir wollen dabei, dass Menschen langfristig, freiwillig aktiv werden. Dabei zahlt es sich auf alle Fälle aus, die nachhaltige, intrinsische Motivation anzusprechen, wobei die extrinsische Motivation über Wertschätzung und Anerkennung dabei auch nicht zu kurz kommen darf. In erster Linie zählt bei einem Facebook Follower, dass es für ihn Sinn macht und damit auch Freude bereitet (intrinsisch) Ihnen zu folgen, Ihre Beiträge zu liken und zu kommentieren. Wenn Sie ihn dafür auch noch wahrnehmen und schätzen (extrinsisch), dann werden Sie die Motivation beim User aktiv zu bleiben, noch stärken. Deswegen ist es im Community Management so wichtig sich um Fans und Kommentare wirklich zu kümmern.

Freude Motiviert

Fazit

Im Community Management bedeutet Motivation vor allem das Ansprechen von intrinsischer Motivation. Dafür muss man Rahmenbedingungen schaffen, sich fragen was den Menschen Freude macht um Ihnen zu folgen, Ihre Social Media Postings zu teilen und zu kommentieren, Sie off- und online zu unterstützen, positiv von Ihnen zu sprechen. Unterschätzen Sie auch keinesfalls, dass es vielen dabei auch um Aufmerksamkeit, Anerkennung und Wertschätzung geht – also durchaus auch um extrinsische Faktoren.

Kümmern Sie sich um Ihre Fans!

PS: Sie können sich jetzt sicher auch vorstellen, dass eine der schwierigsten aber auch wichtigsten Communities die eigenen Mitarbeiter eines Unternehmens sind. Dazu in diesem Artikel mehr: Fitnessprogramm: Digitale Kommunikation für Mitarbeiter

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