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Lernen Sie über Tour de France, die Österreicher dabei und Corporate Grassroots

Am Samstag beginnt die Tour de France, eines der größten Sportereignisse der Welt. Mit dabei auch drei Österreicher. Mir ist es ein Anliegen, dass die Leistungen der Österreicher im richtigen Licht gesehen werden und SIE werden am Schluss des Artikels wissen, warum Fans auch für Ihr Unternehmen, Ihr Projekt wichtig sind. 

Die Österreicher Michael Gogl, Marco Haller und Bernhard Eisel starten bei der großen Schleife für drei Top Teams (Radsport ist ein Teamsport) und haben dabei ganz unterschiedliche Aufgaben, die sie wieder mit großartigen Leistungen erfüllen werden. Nahezu unbemerkt oder falsch interpretiert von österreichischen Medien.

Michael Gogl startet als einer der jüngsten Fahrer bei seiner ersten Tour de France für das Team Trek-Segafredo, an deren Spitze, mit dem Spanier Alberto Contador, einer der Favoriten für den Gesamtsieg der Tour steht. Gogles Aufgabe ist die volle Unterstützung für den Gesamtsieg von Contador. Michael Gogl ist ein starker Bergfahrer, daher wird er gefordert sein, seinen Kapitän in den Bergen und auch auf dem Weg in die Berge zu unterstützen, d.h. er muss seine Nase in den Wind stecken und Contador vor Gefahren beschützen und oft vor ihm fahren, wobei er natürlich schneller ermüden wird als sein Chef. Dieser soll ja seine Kräfte möglichst sparen können.

Hat Gogl in einer Etappe seine Arbeit getan, kann es schon sein, dass ihn der sportliche Leiter über Funk aus dem Teamfahrzeug anweist, Dampf raus zu nehmen und nur noch “ohne Anstrengung” ins Ziel zu rollen, um sich für die nächsten Etappen zu schonen. Das bedeutet gleichzeitig, dass Michael Gogl am Schluss der Tour voraussichtlich einen großen Rückstand im Gesamtklassemente aufweisen und nicht in den Spitzenplätzen klassiert sein wird. Ausgenommen er ist in einer Überform und kann mit Contador teilweise bis in die Etappenziele fahren. Sollte Contador die Tour gewinnen ist das für Österreich gleichbedeutend, als würde Alaba mit Bayern München die Champions League gewinnen!

Übrigens hat heuer im Team des Giro d´Italia Siegers Tom Dumoulin der Österreicher Georg Preidler alle seine Aufgaben erfüllt – dabei durfte er nicht wie in den letzten Jahren auf seine eigene Rechnung fahren, sondern musste alles tun, damit sein Kapitän den Giro gewinnt. Seine Leistungen und Einzelergebnisse waren daher nur scheinbar schwächer als die der letzten Jahre, aber eben nur scheinbar. Tatsächlich waren sie wieder hervorragend, was auch der 7. Platz im abschließenden Einzelzeitfahren zeigte.

Für Marco Hallers und Bernhard Eisels Teams Katusha-Alpecin und Dimension Data geht es aller Voraussicht nach nicht um den Tour Gesamtsieg. Zu Bernhard Eisel könnte man sagen “Oldie but Goldie”. Sein britischer Teamkollege und Starsprinter Mark Cavendish besteht meist darauf, dass Eisel dort fährt wo auch er startet, weil Eisel für ihn so wichtig ist. Der Österreicher ist mit 11 Tourteilnahmen einer der erfahrensten Fahrer und genießt im Feld hohes Ansehen, da er die Rennen gut lesen und daher eine gewisse Leaderfunktion übernehmen kann. In seinem Team wird es vor allem um Etappensiege gehen, an denen Eisel dann auch seinen Anteil haben wird – an den Ergebnissen kann man das nicht sehen – da muss man schon genau hinschauen, was Eisel wirklich leistet.

Rund um das Team Katusha Alpecin gibt es wohl am meisten Fragezeichen. Einen Fahrer, der wirklich eine Chance auf den Gesamtsieg hat, hat man wohl nicht, außer Kiserlovski überrascht. Man will mit dem Deutschen Tony Martinim Zeitfahren, am Besten gleich beim Prolog in Düsseldorf und vor allem mit Alexander Kristoff in den Sprintetappen Einzelsiege einfahren. Marco Hallerwird eine gewisse Rolle im Sprint spielen um kurz vor dem Etappenziel das Tempo hoch zu halten und seinen Chef aus dem Wind zu nehmen – auch bei ihm werden sich seine Leistungen nicht in den Ranglisten widerspiegeln. Bernhard Eisel und Marco Haller sind also bei aller Freundschaft in Sprintetappen erbitterte Gegner. Ich rechne aber auch fest damit, dass Marco Haller in einer hügeligen Etappe durchaus – ich sage einmal in der 2. Woche – in eine Spitzengruppe kommt und dabei vielleicht auf Etappensieg fahren könnte.

Kurz zusammengefasst: drei hervorragende Österreicher am Start, bei denen man rein aus den Ranglisten nicht sehen wird, welche Leistungen sie vollbringen. Also genau hinsehen!

Man of the Day oder Versager?

Ich erinnere mich immer wieder an eine Szene in den 90er Jahren, als der Österreicher Georg Totschnig im Team von Jan Ullrich fuhr, der damals den Gesamtsieg als Ziel hatte. Jan Ullrich hatte am Fuße eines Berges einen Platten und musste Reifen wechseln – Totschnig wartete auf ihn und hat ihn unter enormen Einsatz, mit aller Kraft, die er hatte, wieder an die Spitze des Rennens geführt. Danach war er komplett ausgelaugt und kam mit Zig-Minuten Rückstand ins Ziel. Die Experten auf Eurosport würdigten ihn als “Man of the day”. Im ORF Kurzsport wurde gemeldet “Georg Totschnig platzierte sich unter ferner liefen und spielte leider keine Rolle”.

Fans sind Experten – im Corporate Grassroots wird dies genutzt

Ich bin Fan der Tour de France, der österreichischen Fahrer, ich war in Frankreich selbst schon mehrmals vor Ort und kenne mich ganz gut im Radsport aus. Genau das tun Fans Ihrer Marke, Ihres Produktes oder von Ihnen selbst auch. Wer ist überzeugender als ein Experte auf seinem Gebiet? Fans sind Experten und haben oft überzeugendere Argumente für Sie als Sie selbst. Fans arbeiten nicht mit Werbetexten, sondern sind leidenschaftlich, ehrlich und authentisch und das ganz freiwillig!

Vielleicht sehen Sie jetzt die Ergebnisse und die gesamte Tour de France in einem anderen Licht und beginnen selbst schon heute Ihre Fans zu identifizieren – Ich helfe Ihnen gerne dabei!

Die Tour de France wird in Eurosport komplett live übertragen. Beobachten Sie dabei auch die über 10 Millionen Fans am Straßenrand!

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