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Olympiaabstimmung ist auch an sich selbst gescheitert

Die Olympischen Spiele nach 1964 und 1976 wieder nach Österreich zu holen, wäre für die – leider viel zu wenig vorhandene – Sportnation Österreich enorm wichtig gewesen. Die Bevölkerung von Innsbruck und Tirol hat allerdings gegen eine Bewerbung gestimmt. Politik und Kampagnenverantwortliche haben es nicht geschafft die Menschen der Region dafür zu begeistern und sind doch ein wenig selbst schuld daran.

Die Zeiten, in denen wir vor Freude gesprungen sind, wenn Promis uns gesagt haben was gut oder gar “richtig” ist, sind vorbei. Die Menschen wollen selbst entscheiden, sie glauben Politikern, Sportlern oder Musikern und Schauspielern nicht mehr alles.

Das hat man auch bei großen Wahlkämpfen in letzter Zeit gesehen. In den USA beispielsweise, wo sich die gesamte Künstlerwelt erfolglos gegen Trump gestellt hat.  Zu oft wurden wir an der Nase herumgeführt.

Die Einzigen denen Otto Normalverbraucher glaubt sind seine Freunde, Bekannten und Experten zu denen persönlicher Kontakt besteht. Ich selbst habe die Kampagne für die Olympiaabstimmung aus der Ferne, aus dem Burgenland und in den sozialen Netzwerken verfolgt. Ich kann also nicht wirklich sagen, was in Innsbruck und Umgebung vor Ort los war. In den sozialen Netzwerken sah ich auf jeden Fall das “Who is Who” der österreichischen Sportelite und auch ehemalige Sportstars – von Toni Innauer über Bennie Raich bis hin zu Marcel Hirscher und Felix Neureuther!

Nicht zu sehen waren ganz “normale” Tiroler, welche aus dem Volk, die direkt betroffen wären von Organisation, Straßen- und Sportstättenbau oder Olympiamassentourismus.

Niemand aus der Bevölkerung kam vor, der sagte, dass Olympia “bärig” ist und unbedingt noch einmal in Innsbruck stattfinden müsse. Genau da liegt der Fehler.

Dass Sportler und Wirtschaft, auch einzelne Politiker, Olympische Spiele in der Heimat gut finden, ist fast logisch. Abstimmen über so eine große Veranstaltung und sie vor allem tragen, müssen jedoch die Menschen die vor Ort sind und deren tägliches Leben davon beeinflusst wäre. Diese Menschen hat man mit der Werbung durch Sportpromis aber nicht angesprochen.

Unterstützer

Wie kann man dann denken, dass eine solche Abstimmung zu gewinnen ist? Private Unterstützer auf der Website für die Bewerbung öffentlich zu machen oder eben dort Platz für eine transparente Diskussion zu bieten ist einfach zu wenig. Man muss aus den Unterstützern auch was machen.

Die einzige Chance die Olympischen Spiele nach Hause zu holen, wäre gewesen Menschen einzubinden, die die Olympischen Spiele direkt in ihrem Umkreis spüren und zwar eben die Nachbarn, die Bekannten, die Freunde…

Dies hätte man mit einer Grassroots Kampagne wunderbar schon monatelang bis Jahre vorher vorbereiten können und müssen. So hätte man auch gesehen, ob sich die teure Investition in eine Volksabstimmung überhaupt auszahlt. Es hätte eine echte Bewegung in der Bevölkerung FÜR Olympia entstehen müssen, dann – davon bin ich überzeugt – hätte man die Volksabstimmung auch gewinnen können. Und das Beste daran: man hätte sich wahrscheinlich auch viel Geld in der klassischen Werbung erspart.

Ganz bitter ist das “Nein” zur Olympiabewerbung – keiner weiß ob Innsbruck die Spiele auch bekommen hätte – auch, weil Österreich dringend solche Sportereignisse und Impulse benötigt um Politik und Bevölkerung darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig Sport für eine Nation ist. Neben wirtschaftlichen Impulsen geht es auch und vor allem um gesundheitliche Aspekte.

Ich selbst wohne in Neusiedl am See wo seit Jahren (wie übrigens woanders auch) gestritten wird, wer die hohen Ausgaben des Hallenbades tragen muss und eine Schließung ständig im Raum steht. Ganz einfach: Der Bund MUSS sogar in den Ausbau von Hallenbädern (wir haben im ganzen Burgenland nur drei davon) und anderen Sportstätten investieren, die tägliche Turnstunde nach knappen 40 Jahren der Diskussion endlich verpflichtend einführen. Die Folge wäre, dass sich der Staat langfristig mehr Geld an Gesundheitsausgaben erspart, als er bei den Investitionen ausgeben würde!

Schon eine Bewerbung für Olympische Winterspiele in Österreich hätten diese Gedanken wieder angeregt und dabei geholfen Politiker auf Sport- und Gesundheitsthemen aufmerksam zu machen.

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